SCHNURRBART
Wenn auf der Oberlippe der Männer keine Haare wachsen oder es zu einem Haarausfall gekommen ist, ist die einzige Behandlungsmethode eine Haartransplantation. Bei einer Barttransplantation werden in die kahlen Stellen über der Oberlippe die Haarwurzeln eingepflanzt. Ebenso wie bei der Haartransplantation für den Kopfbereich werden auch für den Schnurbart Harre aus dem Nacken genutzt. Hier wird wieder mit der FUE-Technik jede Haarwurzel einzeln mit 0,6 mm Extraktions-Nadeln entnommen und in die kahlen Stellen eingepflanzt.
Das eingepflanzte Haar bewahrt seine eigene Konstruktion auf und wächst wie gehabt. Deshalb muss dieses Haar regelmässig durch eine Rasur gekürzt werden. Wenn die Haarwurzeln zu nah aufeinander eingepflanzt werden kann es dazu kommen dass sie sich nicht ausreichend ernähren, deshalb sollte darauf geachtet werden die Wurzeln in genügend Abstand einzupflanzen. Wenn nach 4-6 Monaten immer noch kahle Stellen im Bartbereich auffallen, kann eine zusätzliche Transplantation durchgeführt werden.
Es ist möglich Narben wie z.B. Brandnarben, OP-Narben und kahle Stellen im Bartbereich mit einer Transplantation komplett abzudecken. Bei bartlosen Menschen kann eine Transplantation zu einem sehr grossen Unterschied am Aussehen führen. Es Sollte nur die FUE-Technik genutzt werden wenn es sich um eine Barttransplantation handelt denn bei der FUT-Technik ist das Resultat nicht wie erhofft.
Sobald die Haarwurzeln mit 0.6-0.7 Extraktions-Nadeln entnommen werden, müssen sie auch gleichzeitig eingepflanzt werden ohne dass das Gewebe beschädigt wird. Somit verkürzt sich die OP-Zeit und es führt zu keinerlei Schäden an den entnommenen Wurzeln weil sie nicht warten mussten.
Wenn die Nadeln dünn genug sind bleiben keinerlei Narben an entnommener und eingepflanzter Stelle und es ist nichts von einer Transplantation zu merken. Wie eng die Haare eingepflanzt werden sollen entscheidet der Patient selbst. Meistens ist es bei bartlosen Personen ausreichend wenn 1000 Wurzeln eingepflanzt werden doch wenn sich die Person einen dickeren Bart wünscht kann man die Zahl erhöhen. Wenn mit der FUE-Technik gearbeitet wird ist das Resultat so natürlich dass nicht einmal der Friseur bei der Rasur bemerkt dass es sich um eine Transplantation handelt. Mit der FUE-Technik ist es möglich Wurzeln von der gewünschten Stelle zu entnehmen und in gewünschter Art im Bartbereich einzupflanzen. Dabei wird auf die Richtung und die Dichte geachtet.
BART
Es besteht die Möglichkeit von unwichtigen Stellen am Bart Wurzeln zu entnehmen und diese in die kahlen Stellen einzupflanzen. Bei diesem Beispiel wurden die Haarwurzeln von den Wangenknochen entnommen und dem unteren kahlen Bereich im Bart eingepflanzt. Wenn bei dem Durchgriff 0.6-0.7 Extraktions-Nadeln benutzt werden und man sehr vorsichtig ist, bestehen keinerlei Narben. Mit dieser Methode kann man die Wurzeln von verschiedenen Stellen wie z.B. der untere Bart-Bereich, die Brust, der untere Nackenbereich und sogar die Wangenknochen, entnehmen und in benötigte Stellen einpflanzen. Ausserdem ist es auch zu grossem Vorteil weil an diesen unnutzen Stellen kein Haar mehr wachsen wird.
Der Bart unterscheidet sich von den Haaren und kann sich von Person zu Person in Dichte unterscheiden. Personen mit etwas undichterem Bart haben meist kein Problem damit, deshalb ist es meistens auch so bei der Transplantation dass kein dichter Bart benötigt wird.
Wenn es sich um örtliche kahle Stellen am Bart handelt wird die Dichte im Umfeld beachtet und demensprechend die Wurzeln eingepflanzt. Wenn die Person garkeinen Bart hat wird nach Wunsch des Patienten gearbeitet was Dichte und die Grenze betrifft und zwischen 1000-3000 Wurzeln eingepflanzt. Bei einer komplett bartlosen Person sind je 400 Wurzeln für Schnurrbart und Kinn-Bereich, je 100 Wurzeln im Kotletten-Bereich ausreichend um einen ernsthaften Unterschied zu erzielen.
Mit 3000 Wurzeln hat man für den Bartbereich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Für den Schnurrbart benötigt man 400-800 Wurzeln. Es ist kein grosses Problem wenn man am nächsten Haar das Gesicht wäscht doch der Transplantierte Bereich wird ca. 1-2 Wochen leicht rosa sein. Es bleiben keinerlei Narben im entnommenen Bereich. Falls die Wurzeln am Körper entnommen wurden ist dies kein Problem weil es dich hier sowieso um unwichtiges Haar handelt. Wenn vom Nackenbereich die Wurzeln entnommen wurden werden sich dort je nach Anzahl der entnommenen Wurzeln, kleine Löcher endbilden. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt dass nicht einmal bei 10.000 entnommenen Wurzeln ım Nackenbereich etwas auffällt.
Im Bart- und Schnurrbartbereich führt die Einpflanzung zu kleinen rötlichen Pünktchen durch den Bluterguss der sich durch die Nadeln endbildet. Doch schon nach der ersten Dusche gehen diese wieder weg. Der Bartbereich kann nach 24-48 Stunden gewaschen werden. Da die kleinen roten Blutergüsse nun verschwunden sind wird der Bart ersichtlich und sieht aus wie ein 3-Tage-Bart. Innerhalb von 2-3 Tagen werden sich hier kleine Pinkel endbilden da es durch die Transplantation einen erhöhten Bluterguss gibt. Innerhalb von 1-2 Wochen werden diese Pickelchen verschwinden und alles sieht wieder normal aus.
Der Bart der nach der Transplantation weiterhin wächst kann ab dem 15. Tag mit der Schere gekürzt werden oder man kann ihn aber auch wachsen lassen. Damit die Wurzeln richtig fest sitzen sollte man für die erste Rasur einen Monat warten.
Ab der zweiten Woche kann es im Bartbereich zu einem Schock-Ausfall kommen. Innerhalb von 4-8 Wochen wächst der Bart wieder nach. Die Qualität der Wurzeln steigert sich innerhalb der nächsten 2 Jahre.